Feiger Mord an Winterthurer Spezialität

Ich liebe „Steinböckli“, eine Gebäcksspezialität aus Winterthur. Liegt vielleicht daran, dass ich als Kind nach dem Zahnarztbesuch wegen der neuen Plomben nie eines essen durfte, meine Schwester aber schon.

Aber, und jetzt wird es spannend, nicht nur ich liebe diese Leckerei, Ginger auch! Und ich ärgere mich über alle Massen, dass ihr wieder eines zum Opfer gefallen ist. Nachdem ich das Gebäck tagelang von einem sicheren Versteck ins andere getragen habe, bin ich tatsächlich so blöd und lasse das arme Ding völlig schutz- und hilflos auf meinem Arbeitstisch liegen. Ich höre Ginger schon in meinem Gehörgang…S-E-L-B-E-R          S-C-H-U-L-D ;-). Als ich nachhause komme, träbelt sie mir nicht wie sonst, leichtfüssig und mit erhobenem  Schwanz entgegen. Eher verhalten, zaghaft und……..schuldbewusst! Ich bin sofort alarmiert. Als ich mich zu ihr runterbeuge, sehe ich sie, die Brösmeli – man beachte – Mehrzahl. Ihre Tast- und Schnurrhaare sind voll davon. Sie kleben in Massen an ihren Zähnchen und sogar in den Augen hat sie Brösel. Wie ein Blitz durchfährt es mich. Steinböckli, ich komme! Dahingerafft liegt es in seinen Bestandteilen, übel zugerichtet, jede Hilfe kommt zu spät. Die verbliebene aber unglaubliche Menge Brösmeli, die nicht an meiner Katze kleben, haben auf meinen Arbeitsblättern Fettflecke in der Grösse eines Fussballfeldes hinterlassen, sogar zwischen den Seiten von Hahnemanns Organon haben es Brösmeli geschafft – die Fettflecken werden wohl dazu führen, dass ich kein Buchzeichen mehr brauche. Zähneknirschend hole ich den Staubsauger und räume die kümmerlichen Überreste meines Desserts weg.

Später kommt der kleine Übeltäter um sich Streicheleinheiten abzuholen. Wer kann einem so süssen Wesen schon böse sein? Mmmmhhhh…..sie riecht wie eine Winterthurer Spezialität. Was sie ja streng genommen auch ist :-).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.