Halloooo!

Ginger fängt an, mir etwas Angst zu machen. Vor allem wenn sie Hunger hat ist sie wild entschlossen. 

Ich wache aus dem Tiefschlaf auf, weil die kleine Rote mir mit heiserer Stimme einmal von links und dann wieder von rechts in die Ohren mauzt. Ich reagiere nicht. Sie ist ja nicht blöd, also wird die Strategie angepasst. Heisst bei ihr; Nachtisch abräumen. Erfolglos. Plan B, mein Handy. Zuerst wird auf das Display getreten, um mein Schlafzimmer in gleissendes Licht zu tauchen, das wird einige Male wiederholt, bis sie merkt, sinnlos. Also wird es emotionslos vom Nachtisch geschubst. Der Knall bei der Landung lässt mich bis ins Innere erschüttern und ich beisse die Zähne zusammen. Bestimmt voll auf das Display geknallt. Hoffentlich hat es ein Stück Teppich erwischt. Ich drehe mich nochmals. Jetzt fängt sie an geduldig und liebevoll meinen Hinterkopf zu putzen. Wusste gar nicht, dass Katzenzungen so heiss sind – ich spüre schon meine Haare abstehen und rutsche mit dem Kopf weg, nur um geräuschvoll (und schmerzhaft) in die Salzlampe auf dem anderen Nachttisch zu knallen. Herrgott, so viel Platz, hat man nirgends seine Ruhe! Decke über den Kopf krampfhaft auf Tiefschlaf. Ist doch Ginger egal. Jetzt fängt sie sachte an, mit dem Kopf die Decke zurückzuschlagen. Trampelt über mein Gesicht (mein Gott, wieso hast du so kalte Füsse!) und schiebt den Kopf auf der anderen Seite unter die Decke und rutscht sie weg. Es dauert nicht lange und ich habe bleibende Pfotenabdrücke im Gesicht und bin bis zum Bauch abgedeckt. Grundgütiger! Zugegeben, ich bin tief beeindruckt. So ein innovatives Büsi hat also ein frühes Frühstück verdient. Wie immer schaffen wir es nicht, zu zweit in die Küche zu kommen, ohne dass ich mindestens dreimal über sie stolpere

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