Ich bleib im Bett

Ich träume von sanften Regentropfen, die mein Gesicht benetzen…..als ich die Augen aufschlage sehe ich auch wo sie herkommen. 

Tino sitzt auf meiner Brust und sabbert mir ins Gesicht. Zeit aufzustehen. Ich habe einen dicken Kopf und meine Nase ist zu. Als ich Tino begrüsse und er meine Stimme hört, zuckt nicht nur er zusammen. Ginger thront wie eine hübsche Statuette auf meinem bedrohlich schwankendem Bücherstapel neben dem Bett und schaut mich aus ihren sanften Augen an. So elegant, wie sie vom Bücherstapel springt schaffe ich es nicht aus meinem Bett. Ich muss meine müden Knochen um Tino herum bringen, der es sich auf meinem Platz gemütlich macht, als ich endlich ächzend aus dem Bett bin. Ginger sitzt derweil vor Tinos elektronischem Futterautomat (wenigstens hat der Dünne auch ein paar Brocken gefressen) und starrt sehnsüchtig auf das eingeschlossene Trockenfutter. Ich sehe wie es arbeitet – soll ich mit Gewalt verduchen den Deckel….aber Rettung naht, in Form meiner Wenigkeit. Ginger, es gibt Frischfleisch – Pute ist angesagt – um es ihr schmackhaft zu machen immer noch ein paar Bröckli Trockenfutter drauf – voilà meine kleine Krawallschwester, dein Mahl ist parat. Ich setze mich, etwas von ihr entfernt auf den Boden. Es ist ein absolutes Highlight, ihr dabei zuzusehen, wie sie mit den Schneidezähnchen das Trockenfutter vom Fleisch klaubt. Hoffentlich kann sie das ab Montag auch noch, sie muss nämlich einen wackelnden Zahn ziehen. Es dauert dann jeweils ein paar Sekunden bis sie merkt, oh, das unter dem Trockenfutter ist ja gar nicht übel. Immer daran zu erkennen, dass sie nicht zeitgleich mit mir die Küche wieder verlässt. Trotzdem, auch Ginger scheint heute nicht so im Strumpf zu sein. Ich mache mir einen Espresso und krieche mit schmerzenden Gliedern und hämmerndem Schädel zurück ins Bett. Meine Katzen werden mir bestimmt bald Gesellschaft leisten, sie lieben Papiertaschentücher😉.

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