Kalte Küche

Mein Essen steht schon auf dem Tisch im Wohnzimmer. Auf dem Weg dahin zurück, entschliesst sich die Flasche mit dem Inhalt eines schweizerischen Nationalgetränks wie Sekt aus ihrem Behältnis zu schiessen (welcher Trottel hat die denn geschüttelt;-). 

Also hetze ich in die Küche um einen Lappen zu holen. Wenn das Zeug erst mal auf dem Boden ist, werde ich die nächsten zwei Wochen beim Gehen kleben bleiben. Während ich also frisch vergnügt auf dem Boden herumkrieche, fällt mir siedend heiss ein, dass ich meinen Teller sozusagen einsam und schutzlos zurückgelassen habe. Auf allen Vieren krieche ich Richtung Wohnzimmer und linse um die Ecke. Ziemliche Herausforderung ohne Brille. Aber es gelingt mir, eine kleine, sitzende Silhouette auszumachen. Sehr gut, das scheint mir Ginger zu sein. Klar, wenn ich putze ist sie immer in der Nähe, damit sie dann über die frisch geputzte Stelle laufen kann ;-). Aber wo ist Tino? Aufrappeln, Brille holen – und klar – wie soll es auch anders sein? Vorher noch komatös alle Viere von sich gestreckt, steht mein roter Knorrli mit den Vorderfüssen in meinem Teller und frisst genüsslich meinen Nüsslisalat. Auf dem Weg zur Rettung meines Essens stolpere ich natürlich über die Silhouette – das reicht Tino, um sich für die Flucht noch ein weiteres Blättchen zu gönnen.

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