Morgenstund hat Kaffee im Mund

So, ich liege wieder im Bett und Tino schnarcht auch wieder. Gewöhnlich stehe ich ja auch nicht um 7 Uhr morgens mit einer panischen Katze im Bad. 

Bei Gingers Versuchen, mich zwecks ihrer Fütterung aus dem Bett zu scheuchen, ist sie wohl von Rüdiger Dahlke, Rupert Sheldrake und Birga Dexel runtergerutscht und zielgerecht mit ihrer rechten Vorderpfote in meinem Espresso gelandet (ich brauchte ihn, nach so viel Tee😉). Nun ja, das Schicksal war wohl anderer Meinung. Die Sauerei, die eine Kaffeeduft hassende Katze macht, die in Kaffee tritt kann sich wohl jeder vorstellen. Ich bin froh und dankbar, dass gerade die weisse Bettgarnitur an der Reihe war. Die hat jetzt wirklich ein sehr ansprechendes Muster. So stehe, bzw. knie ich also vor der Badewanne, in der eine kleine rote Katze steht, Augen so gross wie Suppenteller, die voller Ekel ihren Fuss von sich streckt und mich flehend ansieht: „Mach das weg“! Während ich meinen Kopf schief halte, jetzt tröpfelt die andere Nasenseite und überlege wie ich die arme Katze von dem (feinen) Kaffeeduft entferne, lasse ich etwas warmes Wasser in meine Hände laufen. Seife will ich nicht nehmen, das wäre für die Süsse ja noch schlimmer. Übrigens, heftig in die Badewanne zu niesen gibt ein tolles Echo (und Ginger stehen die Haare zu Berge). Ich trockne ihr dünnes Beinchen mit einem weichen Tuch und stelle sie wieder auf den Boden. Humpelnd geht sie ins Wohnzimmer und zieht sich mühevoll in ihre Hängematte. Ginger! Dein Bein ist nur nass, nicht verletzt! Ich nehme eine Handvoll äusserst stinkender Fischgoodies und zerreibe sie in meinen Händen um damit Gingers Bein einzureiben. Sie putzt es jetzt fleissig, das höre ich sogar trotz zwei Kopfkissen auf dem Kopf und Tinos Schnarchen. Meine Hände müssen einfach vom Gesicht weg, dieser Fischgeruch macht mich fertig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.