Nachts sind alle Katzen grau

Es ist 1 Uhr morgens, als ich mit lautem Getöse aus der wohligen Wärme meines Bettes in die eisige Kälte meines Schlafzimmers falle – mitten auf meinen gut sortierten Bücherstapel. 

Nach dem wieder einordnen meiner schmerzenden Körperteile ist mir klar; keine Bombe, kein Einbruch – eine Katze. Mein Roter sitzt, oder besser gesagt, thront inmitten des Bettes und blickt wohlwollend auf seine Anhängerschaft (also mich) herab, bevor er sein in die Luft gestrecktes Schinklein weiter putzt. Nun ja, eigentlich wollte ich ja sowieso aufs Klo. Ich fühle mich, als wäre ich einen Hügel, nein Berg! Berg hinabgerollt (ohne Schnee, dafür mit Geröll). Mache mir geistig eine Notiz – im Altersturnen anmelden. Als ich endlich – unendlich verbogen – um die Katze herum im Bett liege, steht Ihre Erlaucht auf, trampelt mir übers Gesicht und geht von dannen. In seinem Alter braucht er seine Ruhe…;-)

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