Was ist hier falsch?

Tino, mein heissgeliebter Trockenfutter-Junkie hat neues Futter bekommen. Etwas stimmt damit nicht. Wieso? 

Weil er es – äxgüsi – nicht kotzt. Durch unzählige, getreidefreie Futtersorten habe ich mich gepostet – für dicke, dünne, grosse, kleine, grüne, gelbe, Langhaar, Kurzhaar, für drinnen und für draussen und was weiss ich für welche Katzen. Auf jeden Fall, dieses scheint jetzt verträglich zu sein. Wie gut habe ich nicht auf die Packung geschaut (spricht mich nicht an – so kaufe ich auch den Wein, nach Etiketten, drum ein kleiner Rat von mir. Macht es nicht 😉 und lese nur noch das Kleingedruckte, sofern mir das in meinem hohen Alter noch möglich ist. Hoher Fleischanteil, hoher Fleischanteil, davon träume ich noch. Nun ja, hinlänglich bekannt, Papier ist geduldig. Aber die Inhaltsangaben von Katzenfutter sind spannender als jeder Krimi! Ich stehe manchmal laut lachend oder kopfschüttelnd vor den Futterregalen und muss mich zusammenreissen, dass ich den Leuten ihr Katzenfutter nicht aus den Händen reisse und sie aus dem Laden scheuche. Aber was soll ich denn meinen 16 Jährigen Kater jetzt noch umgewöhnen? Er bekommt jeden Tag ein bisschen Nassfutter, das er mit Todesverachtung ableckt und bis an den Rand des Futtergeschirrs schiebt, wo er es dann ignoriert  – aus den Augen aus dem Sinn.Er hat einen Überbiss (das bleibt aber unter uns;-), was das futtern für ihn bisweilen etwas schwierig macht. Sein Trockenfutter schiebt er wie ein Bagger an den Rand des Geschirrs, damit es einen kleinen Berg gibt, in den er dann herzhaft seine Zähne reinschlagen kann. Ich gönn ihm die Freude auch wenn ich nach wie vor oft nachfüllen muss. Katzenbesitzer kennen das – wenn man den Boden des Futternapfs sieht – und damit meine ich auch Stellen, die unter 1cm sind, dann ist er – katzentechnisch gesehen – leer. Tino eilt dann jeweils, sehr behende für seine 16 Jahre, eilends ins Wohnzimmer, wo er mich dermassen lange und intensiv anstarrt, dass ich, wie von unsichtbaren Fäden hochgezogen, vom Sofa aufstehe und in die Küche schlurfe – ein bischen Würde muss sein.

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