Wild bei Wild

Ich breche beinahe selber in Tränen aus als ich sehe, wie sich die Vorfreude auf Gingers Gesicht in blankes Entsetzen wandelt.Ungläubig starrt mich die kleine Rote an.

Ich wage es, ihren elektronischen Futternapf mit Wildfleisch zu verunstalten! Wild! Ausgerechnet! Wo sie sich doch immer das Bilderbuch von Bambi anschaut. Pha….Noch besteht ja die Chance, dass sich die Tante, die beim Öffnen der Dose immer flucht (äxgüsi😉 – wenn ihr so lange Fingernägel hättet wie ich, würdet ihr mich verstehen😉) noch besinnt und Fisch oder Huhn hervorzaubert. Während die Katzine mit schwingendem Bäuchlein vor mir herrennt, lese ich ihr all die guten Zutaten vor. Hoffnungslos. Sie wirft sich mit letzter Kraft vor ihr Fummelbrett – der sterbende Schwan ist nichts dagegen. Um ihren leidenden Gesichtsausdruck nicht zu verinnerlichen (muss man verstehen=kurz vor dem Hungertod😉) verlasse ich fluchtartig die Wohnung. In der stillen Hoffnung, dass sie nicht den Teppich im Wohnzimmer aufgefressen hat wenn ich wiederkomme.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.