Plan B

Nun ja, ich bin ja flexibel. Das konnte ich mir heute wieder einmal beweisen. Mein Vater hat mir Teigwaren und Rösliköhl gebracht, die ich zum Abkühlen in Tupperware kippte, Deckel drauf und auf die Anrichte.

Weil meine Mutter noch Hilfe bei einem PC-Problem benötigte, liess ich mal alles stehen. Ich würde ja bestimmt in Kürze zurück sein und dann alles in den Kühlschrank stellen können. Prüfender Blick auf alle Katzen – das Trio döst. Es hat etwas länger gedauert und als ich zurückkam wunderte ich mich schon etwas über über die komischen Spuren in der Küche und an den Türchen. Aber nur bis ich näher kam. Der Deckel des Tuppergeschirrs war weg, die Rösliköhl sauber zu Seite geschoben und mit den Teigwaren hat jemand eine Schlacht veranstaltet als ob es um Leben und Tod gegangen wäre. Die Butterspuren waren an den Wänden, auf dem Herd und sonstwo verteilt, leider ohne Pfotenabdrücke. In der Katzentruppe glaubt nur eine, dass sie täglich mehrmals vor dem Hungertod steht und sie sich nur noch mit letzter Kraft an das Gestell mit den Goodies schleppen kann. Ginger. Ich bin also einmal zur schlafenden Schönheit hin und habe mal die Nase in ihre Richtung gehalten. Buttergeruch, und etwas Angebranntes (mein Vater hat mich gewarnt, ihm seien die Rösliköhlchen etwas angebrannt), bester Beweis. Die kleine Wampe ist prall gefüllt und das Schnäuchen voller Butter. Es sei ihr gegönnt. Ich esse also Rösliköhl und vielleicht genehmige ich mir zur Feier des Tages eine Dose Katzenfutter dazu.

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