Rühr‘ mich nicht an!

Weil andere Menschen auch tolle Katzen haben, kommt hier für einmal ein Beitrag, der nicht meinen Fellnasen zu verdanken ist, sondern dem wunderschönen aber sehr schreckhaften Capo (seines Zeichens Perser und stolze 2 Jahre jung).

Der Kater gehört einer Kollegin, nennen wir sie Lisa. Er ist der beste Beweis dafür, dass ein Zusammenleben mit Katzen nur für äusserst harte Kerle (und Kerlinnen 😉 möglich ist. Wie hat schon der amerikanische Schauspieler Edward Pawley einst gesagt? «Das letzte was ich einer Katze nachsagen würde, ist Harmlosigkeit».

Aber nun zurück zum schönen Capo und seiner Angestellten, die wirklich alles für ihn und seinen Bruder tut. So auch vor einigen Tagen, als sie sich, noch im Pyjama, aufgemacht hat, um die Wasserquellen ihrer Schönen zu füllen. Nun denn, als sie sich bückte und die Schale auf den Boden stellte, muss sie unbemerkt mit dem Fuss den Hintern ihrer Hoheit berührt haben. Diese eine Berührung hat Capo veranlasst, wie eine Nasa-Rakete senkrecht in die Höhe zu schiessen. Unglücklicherweise stand Lisa noch immer gebeugt über dem Wassergeschirr und was schliessen wir daraus? Ein Zusammenstoss war unumgänglich. Über die Härte von Katzenköpfen mag sich streiten lassen, aber wenn Knochen auf Knochen prallen, dann tut das höllisch weh und ist selbst für Menschen, die mehrere Tätowierungen haben über sich ergehen lassen, sehr schmerzhaft und können dann solche Sprechblasen verursachen:

Boaaaaaah…..Grad Naseblüete u Chopfweh vom Capo……Ha de Brunne früsch ufgfüllt, anegsteut u so midem Chopf gäg abgeglueget u de ischer wäg irgendöppis huere verschrocke u het sone paniksprung gmacht u isch mit sim Schädu voooou gäg mini Nase….F**k duet das weh, ha grad müesse aneligge, isch mer grad sturm worde.

Wenn man so etwas liest kommt man nicht umhin, laut loszulachen und sich die Situation bildlich vorzustellen. Halb bewusstlos und die ganze Wohnung verblutend, hat sie sich, natürlich ganz Katzenhalter, zuerst um Capos Wohl gesorgt. Völlig umsonst. Ihm ging die blutende Futterträgerin natürlich am königlichen Hintern vorbei. Er musste nur aufpassen, dass kein Blut auf sein wunderschönes Fell geriet, die Flecken würden nie wieder rausgehen.

Lisas Nasenbein sah kurzzeitig aus wie nach einer Schlägerei und wir haben uns bildlich vorgestellt, wie sie den Ärzten ein gebrochenes Nasenbein hätte erkläre müssen. Lügen, lügen! 😊. Aber sie hat den Humor nicht verloren und hätte das gleich mit einer Nasenkorrektur verbunden (was absolut nicht nötig ist – das muss noch gesagt sein – nicht, dass in meinem Umfeld nach Frauen mit einem Buck auf der Nase Ausschau gehalten wird 😉.

Katzen sind also auch (Geheim)Waffen und können vielschichtig eingesetzt werden. Aber wir halten es lieber mit Victor Hugo. « Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat».

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