Tino und die Katzenminze

Mit der Katzenminze scheint etwas nicht zu stimmen. Der Rote stürzt sich wie ein Berserker aufs Bett, geweitete Pupillen, Schalk im Nacken. 

Wild blickt er um sich. Ich warte nur, bis er die Knarre zieht. Mit einem wilden Schrei (man würde jetzt nicht denken, dass dieser Kerl säuseln und gurren kann wie eine Taube) rafft und schrumpelt er mein Duvet zusammen, ungeachtet meiner Körperteile darunter, oder Ginger, die in Anbetracht der wegrutschenden Decke das Weite sucht. Mir die Decke zurückzuholen ist die Furzidee der Woche. Mit den Hinterbeinen wird gescharrt, dass sich das Muster meiner schönen Bettdecke bestimmt schon auflöst. Dann schlägt „Die Kralle“-Tino zu. (Er ist der diesjährige Champion für „Kralle des Jahres“). Aufgrund der vielen Sterne die ich plötzlich sehe, gehe ich mal davon aus, dass er einen meiner Finger getroffen hat. Die liegen bestimmt in Einzelteilen im Zimmer umher. Ich zähle….hmmm vier und einer taub, bevor ich Tino entschlossen in die Bettdecke wickle (ich brauche unbedingt ein Betäubungsgewehr), fädle ich seine Kralle aus meinem Finger. Es fängt an zu bluten als ob ich auf einer Fernbedienung den Vorlauf gedrückt hätte. Bad, ich komme. Als ich ins Schlafzimmer zurückkomme liegt Tino wie zur Salzsäure erstarrt noch immer unter dem Wust der Decke. Langsam ziehe ich sie bis zum Kinn hoch. Langsame Schritte nähern sich, zwei Ohren, die Nase und die Schnurrhaare erscheinen über meinem Gesicht. Ich sehe ein hämisches Grinsen (doch, doch), er poliert dich die Krallen und….nee, er maunzt leise auf mich herab,   lässt sich auf die Seite fallen…..und schläft.

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